Question: Warum Beeinträchtigung und nicht Behinderung?

Behinderung ist kein universelles oder naturgegebenes Phänomen. Ein Merkmal, das in der ICF als Schädigung oder Funktionseinschränkung klassifiziert wird, muss nicht zu einer Behinderung führen. Die Auswirkungen einer Beeinträchtigung sind in hohem Maße von der Umwelt und der sozialen Lage einer Person abhängig.

Wann wird eine Beeinträchtigung zur Behinderung?

Menschen sind danach behindert, wenn sie eine körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigung haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate hindern können.

Beeinträchtigt, nicht behindert

Bei der Partnersuche spielen viele Faktoren eine Rolle. Unter anderem auch an welchen Orten und in welchen Gruppen sich Menschen aufhalten. In der Regel wird bevorzugt, was dem Selbst und den eigenen Vorstellungen am nächsten kommt. Bedeutet das bei Menschen mit Behinderung automatisch, dass sie ein Gegenüber mit Behinderungen vorziehen?

Warum Beeinträchtigung und nicht Behinderung?

Peter würde mit einem glatten Nein antworten. Er ist blind, Anfang 20 und derzeit solo. Deshalb hat er nur ein paar Menschen mit Sehbeeinträchtigung in seinem Freundeskreis, die allerdings Peters Überzeugungen in etwa teilen. Er schließt Beziehungen mit Frauen mit einer Behinderung dennoch nicht von vornherein aus.

Warum Beeinträchtigung und nicht Behinderung?

Warum Beeinträchtigung und nicht Behinderung? Einstellung lässt Fragen aufkommen: Ziehen manche Menschen mit Behinderung Partner ohne Beeinträchtigung vor, weil sie vielleicht ein Problem mit ihrer Behinderung haben? Oder fußt ihre Entscheidung auf alltagspraktischen Gründen?

Lebt es sich in einer Beziehung mit einem Menschen ohne Behinderung einfacher? Barbara weist diese Frage entschieden zurück. Sie und ihr Mann — beide — sind seit 24 Jahren verheiratet. Wobei sie ihre Behinderung schon vorher hatte und ihr Mann erst seit einem Unfall vor elf Jahren im Rollstuhl sitzt. Die Diplom-Sozialpädagogin weist aber darauf hin, dass es nicht automatisch zu mehr Beziehungsproblemen führe, wenn die eine Person eine Behinderung hat und die andere nicht. Diese Menschen haben dann Schwierigkeiten, mit den neuen Herausforderungen umzugehen und die Behinderung zu akzeptieren.

Unterschied von Behinderung und Beeinträchtigung? (Gesundheit und Medizin)

Und Kritik formulieren, aber auch Kritik akzeptieren. Unter Hilfeleistungen versteht sie beispielsweise das Führen von Personen mit Sehbeeinträchtigung, das Dolmetschen für Hörbeeinträchtigte sowie Transport- Warum Beeinträchtigung und nicht Behinderung?

Warum Beeinträchtigung und nicht Behinderung?

Pflegedienste. Barbara hat die Problematik einer solchen Abhängigkeit selbst erlebt. Damals, als ihr Mann seine Behinderung noch nicht hatte, hatten sie es zeitweise damit versucht, dass er den Assistentenjob übernahm. So war es jedenfalls für Martin. Mitte zwanzig, gutaussehend und im Rollstuhl sitzend. An seiner Seite hat er eine Frau ohne Behinderung. Sie lernten sich bereits vor dem Unfall kennen — sind seit acht Jahren zusammen und vier davon verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter im Alter von drei Jahren.

Allerdings, erzählt Martin, kommen bei ihnen erst in letzter Zeit die üblichen Probleme hoch, da sie seit seinem Unfall kaum Zeit miteinander hatten. Darin sind sich alle Befragten einig. Barbara glaubt, manche hätten vergleichsweise wenig Kontakte zu Personen ohne Behinderung, weswegen sich ihre Auswahl größtenteils auf Menschen mit Behinderung reduziere. Man soll auch in einer Beziehung sein eigenes Ding machen.

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