Question: Was ist besonders an Aristoteles?

Das besondere an Aristoteles ist, dass er so gut wie alle Forschungsthemen seiner Zeit behandelt hat. Er entwickelte eine formale Logik, eine Logik des Diskurses und eine Theorie wissenschaftlichen Beweisens. Diese findet man etwa in seiner Lehre vom Satz, in den beiden Analytiken, den Kategorien und der Topik.

Warum wurde Aristoteles angeklagt?

Wie Sokrates wurde auch Aristoteles wegen Gotteslästerung angeklagt. Er befürchtete von den Athenern deshalb zum Tode verurteilt zu werden, genauso wie vorher Sokrates. Um nicht ebenfalls verurteilt zu werden, floh er aufs Land.

Wann ging Aristoteles nach Athen?

367 bis 347 v. Chr. Mit 17 Jahren ging Aristoteles nach Athen, um wie sein Vater Mediziner zu werden.

Welche Schrift stammt von Aristoteles?

Organon (Aristoteles) Das Organon (griechisch ὄργανον „Werkzeug“) ist eine Sammlung von Schriften des griechischen Philosophen Aristoteles. In ihnen beschreibt Aristoteles die Kunst der Logik als Werkzeug der Wissenschaft.

Welche Schriften stammen von Aristoteles?

a) Logische Schriften = „Organon“ (=Instrument) übersetzt aus dem Arabischen 1128 durch Jakob von Venedig - Kategorien - Satz und Urteil (in der vorliegenden Form schwerlich echt) vor der Übersetzung überliefert durch Boethius - Erste Analytik - Schlußlehre Zweite Analytik - Beweislehre, Einteilung Denkprinzipien - ...

Oikonomou: « », in: oikonomouyorgos. Aus dem Griechischen von Stilian Korovilas. Zunächst muss klargestellt werden, dass das Konzept und die Praxis der Demokratie bei den antiken Griechen sich stark von dem unterscheidet, was heute als «repräsentative Demokratie» bezeichnet wird. Letztere ist die Staatsform der allgemeinen Wahlen, durch die die Mehrheitspartei «die Vertreter» die exekutive, regierende und gesetzgeberische Macht und die Opposition die Kontrolle über die Exekutive ausübt.

Hierbei handelt es sich eigentlich um eine liberale Oligarchie, wie C. Castoriadis es nannte, da die Wenigen oligoi die Entscheidungen treffen und alle Formen der Herrschaft ausüben. Entscheidungsfindung für alle wichtigen Angelegenheiten oder per Los Exekutiv- und Justizgewalt.

Demnach lässt sich die direkte Demokratie mit dem Satz ausdrücken: «alles wird vom ganzen Volk entschieden». Aristoteles nimmt Bezug auf die Prinzipien der Demokratie, ohne sie selbst zu übernehmen. Die «Politik» ist bekanntlich ein Buch der politischen Forschung und Theorie, in dem unter anderem die verschiedenen Staatsformen untersucht werden, die es zu Zeiten des Aristoteles gab: das Königtum, die Oligarchie, die Aristokratie, die Tyrannis und natürlich die Demokratie.

Aristoteles sucht auch nach Wegen zur «Rettung» all dieser Staatsformen. In diesem Zusammenhang führt er die charakteristischen Prinzipien der Oligarchie und Tyrannis auf 6. Die Nennung der demokratischen Prinzipien bedeutet folglich nicht, dass Aristoteles die Demokratie oder Demokratien lobt. Schließlich bewertet er die Demokratie seiner Zeit, die jüngste Demokratie, die Demokratie Athens, als die schlechteste von allen vier Demokratieformen, die der Philosoph ausmacht, und als die allerbeste Demokratie bewertet er die «landwirtschaftliche», die sich von der direkten Demokratie stark unterscheidet.

Die Machthabenden im Agrarstaat ist die landwirtschaftliche Bevölkerung und die Besitzer mittelgroßen Eigentums; sie regieren und erlassen die Gesetze. Das bedeutet also, dass nur diejenigen, die Eigentum besitzen, am Gemeinwesen teilnehmen. Aristoteles lobt sogar den landwirtschaftlichen Demos, denn weil er zur Arbeit gezwungen ist, bleibt er beschäftigt, verfügt also über keine Freizeit und beruft aus diesem Grund nicht zu oft die Was ist besonders an Aristoteles?

ein. Die einzige Zuständigkeit des Volkes ist die Wahl und Kontrolle der höchsten Beamten, die aus der Schicht der Vermögenden und Gebildeten stammen, und im Grunde diejenigen sind, welche die Macht ausüben, wichtige Entscheidungen treffen und Gesetze beschließen.

Schlussendlich wird der Demos ein Opfer der Schmeichler und Demagogen, und das Ergebnis ist, dass es überhaupt kein Gemeinwesen mehr gibt. Die ersten dienen den Interessen aller Bürger, während die zweiten den Interessen der Herrschenden dienen — dem Einen, der Wenigen oder Vielen.

Zu den ersten gehört das Königtum, die Aristokratie, die konstitutionelle Staatsform und zu den zweiten die Tyrannis, die Oligarchie und Demokratie. Aus diesem Grund wird sie Was ist besonders an Aristoteles? eine Reihe gestellt mit der Oligarchie und Tyrannis. Die Kritik des Aristoteles wird auf eine Weise und an den Punkten geübt, die ihm erlauben, seine Positionen für die beste Verfassung vorzustellen.

Es ist bezeichnend, dass Aristoteles den Solon und dessen Staat lobt, während er gleichzeitig scharfe Kritik übt an der athenischen Demokratie und den Reformen des Ephialtes, Perikles und der anderen Politiker, die, wie Aristoteles schreibt, die Macht des Volkes ausweiteten und die zu seiner Zeit existierende Demokratie schufen, indem sie dem Volk wie einem Tyrannen schmeichelten.

Aristoteles will nicht den Bürger mit dem Archon gleichsetzen, sondern betont die Möglichkeit der Bürger zur Ausübung irgendeiner Macht. Diese Definition gilt auch für die anderen Staatsformen, mit dem Unterschied, dass in diesen Staatsformen die Anzahl der Bürger begrenzt und ihre Zuständigkeiten beschränkt sind.

Deshalb betont der Stagirit, dass dies die Definition des Bürgers in der Demokratie sei, die auch in Was ist besonders an Aristoteles? Staatsformen gültig sein kann, aber nicht sein muss. Aber das, was ihn an dieser Stelle interessiert, ist die allgemeine Bürgerdefinition, eine Definition, die für alle Staatsformen gültig ist. Um auch die Bürger anderer Staatsformen miteinzubeziehen, nimmt er eine Korrektur an der vorherigen Definition vor: «Allerdings ist eine Korrektur unserer Definition des Bürgers möglich.

Denn in anderen Staatsformen ist das Mitglied der Volksversammlung und des Gerichts kein unbestimmter Beamter, sondern einer, der für dieses Amt bestimmt ist. Diesen, entweder ihnen allen oder einigen davon, ist es nämlich gegeben, zu beraten und zu richten, entweder über alle Belange oder über einige bestimmte. » Folglich ist Was ist besonders an Aristoteles? ein Bürger, der Urteile spricht und an der Volksversammlung teilnimmt, an welcher Volksversammlung auch immer.

Aber die Bürger Spartas partizipieren sowohl am Gericht als auch an der Macht, mit dem Was ist besonders an Aristoteles?, dass ihre Anzahl viel kleiner ist, als die der athenischen Bürger, und Art und Umfang ihrer Teilhabe am Beraten und Richten ein anderer ist. Die Ephoren, die von allen Bürgern gewählt werden, nehmen am Gericht und an der Macht teil, so auch die Kosmoi in Kreta und die entsprechenden Archonten in anderen oligarchischen Poleis. Das Gleiche gilt außerdem für die noch enger begrenzte Anzahl von Bürgern in der Aristokratie.

Für Aristoteles gibt es auch in der Monarchie Bürger. Aristoteles sagt uns, dass ein Bürger ohne Teilhabe am Beraten und Richten ein Ding der Unmöglichkeit ist, und zwar ganz unabhängig von Art und Umfang seiner Teilhabe. Wie beim Teil über die Eigenschaften der Demokratie, Oligarchie und Tyrannis, die wir zuvor untersucht haben, liegt das Motiv des Aristoteles auch hier nicht darin, uns zu zeigen, welche Art von Bürger er bevorzugt.

Aristoteles schreibt nicht über die Demokratie, sondern über Staatsformen und die beste Staatsform ariste politeia. Was ihn in diesem Fall interessiert, ist eine allgemeingültige Definition des Bürgers. Aus diesem Grund ändert er seine ursprüngliche Definition und hält fest, dass in der besten Staatsform derjenige Bürger ist, der in der Lage und Willens ist, zu herrschen und Beschlüssen Folge zu leisten «für ein Leben gemäß der Tugend».

Die Interpretation dieses Satzes lautet, dass die Menschen die Polis geschaffen haben und in manchen Fällen auch die demokratischen Institutionen. Jedoch lässt sich diese Interpretation nicht mit der aristotelischen Naturtheorie vereinbaren. Es ist bekannt, dass das altgriechische politische Denken während des 5.

Jahrhunderts vom Gegensatz zwischen Natur und Gesetz gekennzeichnet war. Dieser Gegensatz, der bereits bei den Vorsokratikern zu finden ist, wird in schriftlicher Form von den Sophisten eingeführt und spaltet das altgriechische Denken in zwei Strömungen: die eine Strömung argumentiert, dass die Polis und die Institutionen menschliche Schöpfungen und daher historische Größen und eine Sache der Konvention nomo seien. Für die andere Strömung stammen die Institutionen von der Natur physei oder von den Göttern ab.

Die erste Strömung umfasst Protagoras, Demokrit, Thukydides und später auch Epikur, die alle die Vorstellung von der Selbstschöpfung der Menschheit vertreten: aus einem «natürlichen», primitiven Zustand heraus, erfinden die Menschen nach und nach die Künste, die Gemeinden, die Polis, das Recht, die Zivilisation. Der Endzweck von Mensch und Polis ist lange vor dem Menschen und der Polis vorherbestimmt, schon seit Ewigkeiten und für die Ewigkeit. Was der Philosoph auszuschließen versucht, ist die Idee, dass die Schaffung der Institutionen, der Politik, eine erworbene Gewohnheit bildet, auf menschliche Handlungen zurückzuführen ist.

Der Stagirit ignoriert die menschliche und gesellschaftliche Schöpfungskraft. Abgesehen davon ist nicht nur der Mensch ein politisches Wesen, sondern auch die Biene, die Wespe, die Ameise, der Kranich. Außerdem ist bekannt, dass Aristoteles im ersten Buch seiner «Politik» die Sklaverei mit seiner Naturtheorie begründet 1. Alle, die der Meinung sind, dass Aristoteles die Demokratie befürwortet, fühlen sich genötigt, diesen dunklen Was ist besonders an Aristoteles? störenden Punkt seines Denkens zu rechtfertigen oder abzumildern.

Sie berufen sich auf die Tatsache, dass die Zeit des Aristoteles von der Art war, dass die Sklaverei von allen als gegeben angesehen wurde, oder bemühen den Vergleich mit späteren Denkern und verweisen dabei auf die Überlegenheit des Aristoteles in Belangen, die mit der Frage der Was ist besonders an Aristoteles?

in keiner Beziehung stehen. Die Größe eines Denkers zeigt sich schließlich darin, dass er die Grenzen und Beschränkungen seiner Gesellschaft überwindet und über den Horizont seiner Zeit hinausblicken kann. Leider ist Aristoteles der einzige Denker, der die Sklaverei theoretisch rechtfertigt, während sich in der restlichen altgriechischen Literatur eine solche Rechtfertigung nicht finden lässt. Alkidamas erklärt ausdrücklich: Gott hat alle Menschen freigelassen, niemanden hat die Natur als Sklaven geschaffen.

Es gab natürlich auch Fälle, wo einzelne Sklaven freigelassen wurden; das waren die sogenannten Freigelassenen. Darüber hinaus gab es viele wichtige Politiker wie Solon, Kleisthenes und Ephialtes, die sicher keine Außenseiter waren, sondern die Ansichten des Demos vertraten und mit ihrer Politik zur Mehrung seiner Bürger beitrugen. Aber stimmt es nicht, dass Aristoteles das Königtum und die absolute Monarchie ablehnt?

Bei der Untersuchung seiner Texte zeigt sich eher das Gegenteil. Es ist die Position des Aristoteles, dass es nicht gerecht sei, diese Personen auf die gleiche Ebene wie alle anderen zu stellen, da sie extrem ungleich, gottgleich sind, und dass es lächerlich wäre, wenn sie das Gesetz befolgen müssten, da sie ja selbst das Gesetz sind 3.

Im weiteren Verlauf kehrt Aristoteles immer wieder zur Frage nach dem «ausgezeichneten Menschen» zurück und stellt wiederholt die Frage: was soll mit ihm geschehen in der besten Staatsform? Es wird uns wieder gesagt, dass über diesen nicht geherrscht werden sollte, Was ist besonders an Aristoteles?

vielmehr sollte er selbst herrschen, nämlich als ewiger König, dem zu gehorchen ist, genauso, wie man Zeus gehorcht 3. Im Anschluss daran beginnt das 14. Kapitel, in dem das Königtum behandelt wird, die Formen des Königtums und die Argumente derer, die sich gegen das Königtum aussprechen.

Danach wendet er sich wieder der Frage nach dem tugendhaft überlegenen Menschen zu und bekräftigt, dass eine solche Person, wenn es sie denn gibt, die absolute Macht ausüben müsse 3.

Der Stagirit kommt immer wieder auf dieses Thema zurück, den tugendhaft überlegenen Menschen; es ist eine Frage, die ihn beschäftigt und die er hervorheben möchte.

Was ist besonders an Aristoteles?

Das hat mit der Tatsache zu tun, dass das Königtum gemäß der Klassifizierung der Staatsformen als die richtige Staatsverfassung orthe politeia gilt: sie ist gerecht und zielt auf das allgemeine Wohl der Untertanen 3.

Es ist daher kein Wunder, dass er im 7. Buch der «Politik» die Bemerkung macht, dass, wenn es schwer wird, einen ausgezeichneten Menschen zu finden, alle Was ist besonders an Aristoteles? in gleicher Weise beherrscht werden sollten 7. Diese Bemerkung des Aristoteles bedeutet nicht etwa, dass er seine erklärte Position von der absoluten Macht der tugendhaft überlegenen Menschen aufgibt, da er dies stets als Möglichkeit betrachtet, als ein Fall, der möglicherweise eintreten und umgesetzt werden könnte.

Schließlich stimmt diese Überzeugung mit seiner anderen Position überein, dass es von Natur aus Menschen gibt, die eine solche Verfassung und Herrschaft Was ist besonders an Aristoteles? können: «Es gibt nämlich naturgemäß Menschen, die sich für ein sklavisches, andere, die sich für ein königliches Regiment, und andere, die sich für eine freie Verfassung eignen».

In der Demokratie bedeutet Politik, wie aus der gesamten Geschichte und Praxis der Demokratiebewegung in den altgriechischen Poleis hervorgeht, ständige kollektive Anzweiflung der bestehenden Institution der Gesellschaft, welche sich im Handeln der Mehrheit der Bevölkerung äußert, und bewusst, logisch und effizient ist.

Castoriadis drückt diesen Ansatz wie folgt aus: «die griechische wie auch die vernunftgemäße Politik können definiert werden als das ausdrückliche kollektive Handeln, das sich klarmachen will, d. Im Gegensatz dazu hat der aristotelische Begriff der Politik nichts mit demokratischer Politik zu tun, denn sein Politikbegriff kennt keine Anzweiflung der gesellschaftlichen Institution noch fördert er die grundlegende Beteiligung des Demos an der Herrschaft.

Jede entsprechende Bemerkung des Aristoteles bezieht sich allein auf die Ausübung der Macht, auf das «politische» Element. Der gleichen Definition begegnen wir auch noch an anderer Stelle: «Allein es gibt eine Herrschaft, zufolge deren einer über seinesgleichen und über Freie herrscht. Diese nämlich verstehen wir unter der politischen Herrschaft».

Zitate von Aristoteles (306 Zitate)

Ihrer Meinung nach umfasst die Bürgerschaft im aristotelischen Ansatz alle gesellschaftlichen Schichten, ohne Ausnahmen. Aber auch diese Ansicht ist falsch, wie aus vielen Bemerkungen des Philosophen hervorgeht, einschließlich der zwei Passagen, die wir gerade zitiert haben 1. Aus ihnen geht klar hervor, dass die Ausübung der Macht eine Sache der Freien und Gleichen ist «über seinesgleichen und über Freie herrscht», zweite Passagewill heißen: nicht bloß der Freien, sondern der Freien, die von Natur aus gleich sind, d.

Für Aristoteles sind also die Arbeiter und Besitzlosen aufgrund Was ist besonders an Aristoteles? gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, ethischen und geistigen Unterlegenheit der Mittel- und Oberschicht nicht «von Natur aus gleich». Das Wort «homoioi» «die Gleichen» bezieht sich auf die spartanische Staatsform, in der die «gleich» waren, die zu den gemeinsamen Mahlzeiten Syssitien beitragen konnten und daher den Bürgerstatus besaßen.

«Homoioi» waren die Besitzenden und diejenigen, die keine Handarbeit verrichteten — das waren Was ist besonders an Aristoteles? Bedingungen, die in Sparta den Bürgerstatus garantierten. Ohne diese beiden Bedingungen war die politische Teilhabe nicht möglich. Folglich wurden tausende Freie, die keine «homoioi» waren, von der Bürgerschaft ausgeschlossen, mit dem Ergebnis, dass es in Sparta verschiedene Kategorien von freien Nichtbürgern gab Hypomeiones, Perioiken.

In ähnlicher Weise beschränkt sich der Kreis der Bürger auch bei Aristoteles auf die Freien und «von Natur aus Gleichen», das heißt: die Handwerker und Besitzlosen, die Arbeiter und Tagelöhner, die Gewerbetreiber und Malocher, aber auch die Markthändler und Landwirte, sie alle sind im besten Staat ariste politeia keine Bürger.

Die Position des Aristoteles ist ziemlich klar: «Da es uns nun aber hier auf die beste Verfassung abgesehen ist, dies aber diejenige ist, durch welche der Staat am meisten glückselig ist, und da ferner die Glückseligkeit ohne Tugend, wie oben gesagt worden, unmöglich ist, so erhellet hieraus, dass in dem am schönsten verwalteten Staate, welcher absolut nicht bloß bedingt gerechte Männer besitzt, Was ist besonders an Aristoteles?

Bürger weder ein banausisches noch ein Κrämerleben führen dürfen, denn eine solche Lebensweise ist unedle Art und der Geistes Tugend hinderlich. Αuch Αckerbauer dürfen solche nicht sein; denn sowohl zur Entwicklung der Geistestugend als zur politischen Tätigkeit ist Muße erforderlich. Die gleiche Was ist besonders an Aristoteles? ergibt sich auch aus anderen Stellen der «Politik». So behauptet Aristoteles: «der beste Staat wird aber aus einem Handwerker keinen Bürger machen».

Weiter heißt es: «wenn auch der Handwerker Was ist besonders an Aristoteles? ist, so muss die Bürgertugend, über die wir bereits gesprochen haben d. Der aristotelische Satz: «der beste Staat kann aus einem Handwerker keinen Bürger machen», ist nicht gleichbedeutend mit der einfachen Feststellung, dass diejenigen, die von ihrer Arbeit beansprucht werden, es schwer haben, sich grundlegend mit der Politik auseinanderzusetzen, die Zeit und Kompetenz erfordert. Wenn die Debatte unter diesem Gesichtspunkt geführt und nicht auf den Ausschluss der unteren Schichten abzielen würde, dann wäre Aristoteles um die Auffindung von Integrierungsmöglichkeiten dieser unteren Schichten in die Bürgerschaft bemüht, was er aber nicht ist.

Die Demokratie hat die Besoldung der Herrschaft ausübenden Bürger gerade aus diesem Grund festgelegt: damit die Landwirte, Handwerker und generell die unteren Schichten am politischen Leben teilnehmen können.

So gab es eine Besoldung für die Ratsherren, die Richter, die verschiedenen Beamten und später auch für die Mitglieder der Volksversammlung. Außerdem wurde das Theorikon eingeführt, d. Geldleistungen für die unteren Schichten, damit diese die Theateraufführungen besuchen konnten, die eine politische und pädagogische Institution waren. Aber Aristoteles lehnt die Besoldung generell ab und folgt in diesem Punkt der oligarchischen Tradition.

Es ist offensichtlich, dass Aristoteles die unteren Schichten, d. Diese Haltung stützt sich hauptsächlich auf die Tatsache, dass diese Schichten für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen und keine freie Zeit haben, um sich zu bilden, politische Kompetenz Tugend anzueignen und mit der Politik, heißt mit der Entscheidungsfindung und Machtausübung zu beschäftigen.

Diese Ansicht geht auf Hesiod zurück: «Arbeit schändet dich nicht, wohl schändet dich aber die Faulheit. In der «Politik» wird bekanntlich in erster Linie die Frage nach der besten Verfassung untersucht, die bereits am Ende der Nikomachischen Ethik angekündigt wird.

Er sucht nach der theoretisch und praktisch bestmöglichen Verfassung: «Denn es kommt ja nicht bloß darauf an, die beste zu erkennen, sondern auch die mögliche, ingleichen auch die leichter erreichbare und allen mehr gemeinsame. Die mittlere Verfassung baut auf die Mittelklasse, die zwischen den beiden extremen Klassen, den sehr Reichen und sehr Armen, angesiedelt wird; diese vereinigt in sich Tugenden und Vorteile, die den anderen beiden fehlen.

Diese Klasse ist der Garant für eine besonnene politische Herrschaft, für Stabilität und die Sicherstellung der Rechtsstaatlichkeit, und gleicht die Extreme und Übertreibungen der beiden anderen aus «Frevler die einen, Übeltäter die anderen». Aristoteles betont die Mäßigung dieser Klasse, welche die Mitte bildet — ein wichtiger Begriff der aristotelischen Ethik und Politik. Die mittlere Verfassung wird zwischen Oligarchie und Demokratie eingeordnet. Die zweite Lösung, die sogenannte «Politeia», wird von Aristoteles als eine Mischung aus Oligarchie und Demokratie beschrieben, als eine Staatsform, in der sowohl gewisse oligarchische als auch demokratische Elemente zu finden sind.

Aus diesem Grund ist die «Politeia» nicht mit der Demokratie identisch. Der politische Vorschlag des Aristoteles richtet sich gegen die Demokratie, daher meinen wir, dass seine Bezeichnung als «klassischer Denker der Demokratie», die Was ist besonders an Aristoteles?

C. Barker, Τhe Politics of Aristotle, Clarendon Press, S. Lintott, «Aristotle and democracy», in: The Classical Quarterly 42, S. Nussbaum, «Aristotelian social democracy», in: R. Aubenque, «Aristote et la democratie», in: P. Castoriadis, Fait et a faire, Paris: Seuil 1997, S. Wolff, «Aristote democrate», in: Philosophie 18, 1988. Bodéus, Αristote La justice et la cité, Paris: P. Ηansen, The Athenian Democracy in the Age of Demosthenes, Oxford 1991. Adolf Stahr, Leipzig 1839, ins moderne Deutsch übertragen von Übrs.

Die Merkmale und Institutionen der Demokratie finden sich in verschiedenen Texten, z. Politik 4, 1290b17: «sondern Demokratie ist, wenn die Freigeborenen und Armen, während sie die Mehrzahl bilden … die Herrschaft in Händen haben.

Im Folgenden wird auf diese Weise auf die «Politik» verwiesen, ohne dass der Name des Aristoteles oder der Titel erwähnt wird. Iliopoulos behauptet; diese Meinung ist globalgeschichtlich vielleicht eine Neuheit. Iliopoulos zu beweisen, dass Aristoteles einer der «größten demokratischen Denker aller Zeiten» ist und dass er die Grundprinzipien der Demokratie anerkennt. Außerdem kritisiert und Was ist besonders an Aristoteles?

er all diejenigen, die Aristoteles in die Gruppe derer einordnen, Was ist besonders an Aristoteles? die Demokratie ablehnen, einschließlich der geschätzten Historiker M. Aber alle Was ist besonders an Aristoteles? von N. Iliopoulos sind ausnahmslos falsch, wie im weiteren Verlauf dieses Artikels zu zeigen sein wird.

Adolf Stahr, Leipzig 1839, ins moderne Deutsch übertragen von Übrs. Aristoteles, Der Staat der Athener, 9-11. An dieser Stelle widerlegt Aristoteles die Meinung, dass derjenige, der nicht herrscht, nicht an der Herrschaft teilnimmt.

Es ist lächerlich, sagt er, dass die, die am Gericht und der Volksversammlung teilnehmen d. Es ist eine Frage der Begrifflichkeit und deshalb bezeichnet er die Richter und Mitglieder der Volksversammlung als unspezifische Herrschaft, im Gegensatz zu den höchsten Beamten, die eine spezifische Herrschaft ausüben.

Ein Beispiel dafür ist J. Die Staatsform, die Aristoteles vertritt, ist die beste ariste und nicht die Demokratie, wie sich im weiteren Verlauf zeigen wird. Kranz, Die Fragmente der Vorsokratiker, B 5. Cole, Democritus and the sources of Greek Anthropology, Cleveland 1967.

Havelock, The leberal temper in Greek Politics, London 1957. Zu Protagoras siehe Platon, «Protagoras», 322c ff. Zu Thukydides siehe seine «Archäologie». Über die Entstehung der Tiere, 717a15: «Die Natur schafft immer das Notwendige oder das Bessere».

Für eine ausführliche Analyse siehe Y. Zur aristotelischen Naturteleologie siehe V. Einführung, Übersetzung und Kommentare von V. Fast das gesamte Werk von Castoriadis dient vordergründig der Kritik an das traditionelle westgriechische Denken.

Castoriadis, Η φαντασιακή θέσμιση της κοινωνίας dt. Gesellschaft als imaginäre InstitutionAthen: Raptas 1981, Kap. Er Was ist besonders an Aristoteles? ihn auch mit neueren Philosophen, die eine theoretische Rechtfertigung dafür liefern, dass es für Menschen unmöglich ist, sich selbst zu regieren, und die argumentieren, dass es von Natur aus immer Beherrschte und Herrschende geben wird. Daraus schließt er, dass Aristoteles nicht antidemokratischer ist als die neueren Philosophen.

Die Frage ist nicht, ob er im Vergleich Was ist besonders an Aristoteles? anderen mehr oder weniger antidemokratisch ist, sondern dass er gegen die Demokratie ist.

Die einen macht er zu Göttern, die andern zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien. Adolf Stahr, Leipzig 1839, ins moderne Deutsch übertragen von Übrs. Adolf Stahr, Leipzig 1839, ins moderne Deutsch übertragen von Übrs. Castoriadis, «Heritage et révolution», in: Figures du pensable, Seuil, Paris 1999, S. «A uch hieraus schon ist einleuchtend, dass die Gewalt des Herrn und die des Herrschers im Staate nicht dieselbe sei, noch auch die sämtlichen Regierungen einander gleich, wie einige behaupten, denn die eine gehört für von Νatur Freie, die andere für Sklaven.

Adolf Stahr, Leipzig 1839, ins moderne Deutsch übertragen von Übrs. Ταύτην γαρ λέγομεν είναι την πολιτικήν αρχήν. Adolf Stahr, Leipzig 1839, ins moderne Deutsch übertragen von Übrs. Die gleiche Position vertritt er im Abschnitt 7. Das ist die Schlussfolgerung von Abschnitt 7.

Was ist besonders an Aristoteles?

Adolf Stahr, Leipzig 1839, ins moderne Deutsch übertragen von Übrs. Couloubaritsis, Aux origines de la philosophie europeénne, Brüssel 1994, S. Platon zieht in fast allen seinen Werken gegen die Unterschichten zu Felde, ganz besonders in seiner «Politeia», wo er Was ist besonders an Aristoteles? auf die unterste Ebene verbannt und ihnen jede Form der politischen Verantwortung und Teilhabe vorenthält.

Sein Lehrer Sokrates zeigt die gleiche Geringschätzung gegenüber Gerbern, Schustern, Maurern, Landwirten und Kaufleuten Xenophon, Memorabilien, 3. Der konservative Aristophanes lässt keine Gelegenheit aus, um die unteren Schichten zu verspotten.

An dieser Was ist besonders an Aristoteles? sollte bemerkt werden, dass viele Sophisten aus der Mittel- und Unterschicht stammten, so z. Der Umstand, dass sie für ihren Unterricht bezahlt wurden, galt den Aristokraten Platon und Aristoteles als tadelnswert. Lysias aus Diogenes Laertios, 1. Adolf Stahr, Leipzig 1839, ins moderne Deutsch übertragen von Übrs. Entwurf der mittleren Staatsform in 4. Entwurf der «Politeia» in Politik 4, Kap. Siehe zu diesem Thema sowie zur weiteren Analyse der «Politeia»: Y.

Oikonomou, «Ο Αριστοτέλης και η δημοκρατία κατά τον Κ. Was ist besonders an Aristoteles?, «Ο Αριστοτέλης και η δημοκρατία κατά τον Κ. Zur Person : Yorgos N. Oikonomou studierte Mathematik, Musik und Philosophie an der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen und beteiligte sich aktiv am antidiktatorischen Kampf gegen das Obristenregime in Griechenland. In Paris besuchte er die Postgraduierten-Seminare von Cornelius Castoriadis, Alain Touraine, Jacques Bouveresse, Pierre Bourdieu, Pierre Vidal-Naquet und Jacques Derrida.

Er hat einen Master in Philosophie von der Sorbonne Universität und promovierte zum Doktor der Was ist besonders an Aristoteles? an der Universität von Kreta. Er ist der Autor von 7 und Co-Autor von 10 Was ist besonders an Aristoteles?. Des Weiteren übersetzte er Werke von Quintus Tullius Cicero, Marcus Tullius Cicero und Frederick S. Seine Artikel und Kommentare zu aktuellen politischen Themen wurden in mehreren großen griechischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht.

Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Theorien von Cornelius Castoriadis und das konfliktäre Verhältnis zwischen Demokratie und Parlamentarismus. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören: Von der Krise des Parlamentarismus zur Demokratie Verlag Papazisis, Athen 2009 und Direkte Demokratie: Prinzipien, Argumente, Möglichkeiten Verlag Papazisis, Athen 2014. Veröffentlicht am von Veröffentlicht inBeitrags-Navigation.

Reach out

Find us at the office

Kilbourn- Heiniger street no. 27, 89231 Papeete, French Polynesia

Give us a ring

Tyjah Lebre
+94 417 889 988
Mon - Fri, 9:00-19:00

Join us