Question: Kann man Birken klein halten?

Birken können durch Schnitt auch etwas kleiner gehalten werden, das geht aber nur mit jungen Bäumen. Ein älterer Baum kann kaum noch verjüngt werden. ... Wer eine alte Birke im Garten stehen hat, der wir sicher schon bemerkt haben, dass unter dem Baum kaum etwas wächst.

Kann man aus einer Birke einen Bonsai machen?

Die Birke (Betula pendula) ist ein besonders schöner und heller Baum und eignet sich ideal als Bonsai. Die Bonsaikunst beschränkt sich nicht nur auf wenige Baumarten – im Gegenteil! Man kann auch aus einer Birke einen wundervollen Bonsai gestalten. Wie du das mit einer Bonsai Birke machst, erfährst du hier.

Wie und wann schneidet man Magnolien?

Dabei schneidet man die Haupttriebe um etwa ein Drittel bis maximal die Hälfte zurück. Ältere Äste entfernt man ganz oder schneidet sie hinter einem vitalen Seitenzweig ab. Ein guter Schnittzeitpunkt für Magnolien ist der Spätsommer. Starke Verjüngungsschnitte sollte man jedoch vermeiden.

Kann man Magnolie im Herbst schneiden?

Wie bei anderen Frühblühern ist bei der Magnolie der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt umgehend nach der Blüte. Erfolgt der Schnitt erst im Herbst, so hat die empfindliche Pflanze nicht mehr ausreichend Zeit, diesen zu verkraften. Dann kann es passieren, dass sich im folgenden Frühjahr keine Blüten bilden.

Nachmittags um kurz nach 16 Uhr packt Mikkel Nils Andersen Sara die Glocke aus. Er steht knapp 400 Kilometer nördlich vom Polarkreis auf einer felsigen Hochebene im Schnee und fängt an zu Kann man Birken klein halten?. Seine Herde weiß, was das bedeutet: Mahlzeit in der Tundra.

Mit dem Snow-Scooter hat Andersen Sara dafür knapp eine halbe Tonne Trockenfutter kilometerweit auf einem Lastenschlitten hierhergezogen, durch kahle Birkenwälder und über zugefrorene Seen und Flüsse, er hat den Schlitten abgekoppelt und in wilder Fahrt auf dem Scooter seine Rentiere von den umliegenden Hängen zusammengetrieben. Andersen Sara gehört zur samischen Urbevölkerung in Nordeuropa. Angeblich haben die Samen das Lasso für ihre Rentiere erfunden, nicht die Cowboys für ihre Kühe.

Das lässt sich schwer nachprüfen. Sicher ist aber, dass manch ein Held aus dem Wilden Westen neben diesem Samen aus der Finnmark, Kann man Birken klein halten? nördlichstem Landesteil, wie ein Greenhorn aussehen würde. Das fängt schon mit dem Outfit an.

Andersen Sara, ein hagerer Mann von 65 Jahren, trägt einen Stoppelbart und eine orangefarben verspiegelte Kann man Birken klein halten?. Am Gürtel hängt ein Messer, auf dem Kopf sitzt eine Fellmütze mit Ohrenklappen. Von der Helmpflicht, die in Norwegen auf dem Scooter gilt, sind Profis wie er befreit.

Da kommt kein Cowboy mit. Andersen Sara öffnet eine Luke im Boden des Lastenschlittens, hängt ihn wieder an den Scooter und zieht damit eine lange Spur aus dunkelgrünen Futterpellets über die weiße Ebene. Einige Hundert Rentiere traben zum Fressen heran. Dabei ist die Fütterung das Zeichen einer Krise, die den Rentierhirten im äußersten Norden Europas mehr und mehr zusetzt. Die eleganten Tiere sind für sie nicht süße Fabelwesen aus dem Weihnachtsfilm, sondern ein Wirtschaftsfaktor; andere Nutztiere als die Artverwandten unserer Hirsche überleben in diesen Breitengraden nicht.

Früher kamen sie im Winter ohne Pellets aus. Ihnen sind normalerweise das Heidekraut und die kümmerlichen Flechten genug, die unter der Schneedecke überleben. Mit ihren Hufen können sie die Pflanzen freilegen, solange die Temperatur unter null Grad bleibt. Mitteleuropäer mögen die Tundra für den Inbegriff der Lebensfeindlichkeit halten. Die Rentierhalter dagegen meinen es nicht ironisch, wenn sie von ihr als einer Weide sprechen. Aber wenn der Schnee auf dieser Weide tagsüber schmilzt und das Schmelzwasser nachts wieder friert, dann bilden sich schwer zu durchdringende Schichten aus Eis.

So nimmt der Klimawandel den Rentieren die Nahrung und bürdet ihren Besitzern Ausgaben für Futter und Benzin auf, von Maschinenverschleiß und Mehrarbeit ganz zu schweigen. Diesen Winter ist das so, 2020 war es so, 2017 und 2014 auch. Der norwegische Staat versucht, die Belastung mit Zuschüssen für den Futterkauf abzufedern. Vor zwei Jahren ließ das Landwirtschaftsministerium sogar mit Helikoptern Pellets in die Tundra fliegen. Denn falls im Frühjahr Tiere verhungern oder im Sommer als Folge von Mangelernährung weniger Kälbchen zur Welt kommen, haben die Hirten im Herbst weniger an die Schlachthäuser zu verkaufen.

Das Fleisch ist ihre wichtigste Einkommensquelle; es schmeckt milder als Wild, kräftiger als Rind. Einige Gourmetlokale in Skandinavien haben es auf der Karte, viele Supermärkte in der Tiefkühltruhe. Die jüngste Häufung der Krisenjahre ist nicht bloß ein finanzielles Problem. Dadurch verschärft sich auch ein alter Konflikt zwischen den Bevölkerungsgruppen im äußersten Norden Europas.

Rund 100 000 Samen leben heute in Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Die skandinavischen Könige ließen ihnen in Kolonialherrschermanier Kultgegenstände rauben, verboten ihnen ihre Sprachen und ihre Religion. Heute geben die drei skandinavischen Staaten viel darauf, die Rechte der Urbevölkerung zu achten. Alle drei Länder haben samische Kann man Birken klein halten?, Kindergärten und Schulen eingerichtet. Zur Biennale in Venedig, der Kunstausstellung, schicken sie dieses Jahr sogar ausschließlich samische Künstler.

Das ist für Mikkel Nils Andersen Sara, der Mann mit der Glocke, freilich keine allzu große Sache.

Kann man Birken klein halten?

Seine Tiere sind ihm näher als der internationale Kunstbetrieb. Rund 10 000 Samen verdienen ihren Lebensunterhalt heute noch mit der Rentierhaltung. Er gehört zu den wenigen von ihnen, die dafür wie in alten Zeiten mit Sack und Pack den Wanderungen der Tiere folgen. Das war der Lebensrhythmus vieler samischer Familien, bis Autos, Straßen, Bürokratie und Schulpflicht Kann man Birken klein halten?

Sesshaftigkeit beförderten. Andersen Sara ist Nomade geblieben, von seiner Art gibt es in ganz Europa heute nicht mehr viele. Ehe der Schnee schmilzt, wird er mit seinen Tieren und einem auf Kufen hinter den Scooter gespannten Wohnwagen zur Sommerweide ziehen. Im Herbst, bevor die Stürme dort zu heftig Kann man Birken klein halten?, kehren sie zurück in die Tundra.

Norwegen ist ein Land der weiten Strecken. Frankfurt liegt näher an Oslo als die Winterweide in der Tundra. Die geographische Entfernung ist in diesem Fall aber nicht einmal entscheidend. Was Mentalität und Lebenswirklichkeit betrifft, ist die Distanz zwischen der Finnmark und der Hauptstadt mindestens genauso groß. Wenn die Samen sich heute übervorteilt wähnen, dann geht es nicht mehr um Verfolgung und Unterdrückung, sondern fast immer um ihre Rentiere.

Um Vorschriften zur Herdengröße, um Lizenzen für Erzminen, um Baugenehmigungen für Straßen, Stromtrassen und Windkraftanlagen. Vom Süden aus betrachtet, eignet sich der Norden dafür bestens: Die Finnmark hat so viele Quadratkilometer wie Niedersachsen und so wenige Einwohner wie Lüneburg.

Dumm nur, dass die sonst so genügsamen Rentiere alles andere als anspruchslos sind, was ihren Bedarf an Raum und Ruhe angeht. So kommt es, dass jedes neue Windkraftprojekt aus samischer Perspektive erst einmal eine Bedrohung darstellt, weil es angestammte Weidegebiete zerstört und uralte Wanderrouten zerschneidet. Früher hielt jede samische Familie Rentiere. Die arktische Natur bot wenig andere Erwerbsmöglichkeiten.

Die wirtschaftliche Bedeutung hat abgenommen. Für das samische Selbstverständnis spielt die Rentierhaltung aber immer noch eine wichtige Rolle. Deshalb hat fast jeder hier in Rentierfragen eine Meinung. Mikkel Nils Andersen Sara formuliert seine eher wortkarg, wie man es auch von einem Cowboy in der Prärie erwarten würde.

Die großen Reden überlässt er lieber anderen. Zum Beispiel Anders Oskal, dem Chef des Internationalen Rentierhalterverbands. Er kann einen ganzen Abend lang aufzählen, warum die Lage so mies ist wie nie zuvor: Schweine- und Rinderhalter bestimmten den Fleischmarkt und hielten die delikate Konkurrenz aus dem Norden klein.

Der Staat schreibe gleichbleibende Herdengrößen vor, ordne Keulungen an und lobe Prämien für Aussteiger aus, als ob Rentierhirten so risikoscheu wären wie die Bauern im Süden und mit natürlichen Schwankungen nicht auskämen. Dazu komme der Artenschutz für Raubtiere wie Steinadler, Luchs und Vielfraß, denen die Herden schutzlos ausgeliefert würden. Der Krieg in der Kann man Birken klein halten?, prophezeit der oberste Rentierhalterlobbyist, werde die samische Verhandlungsposition in den Genehmigungsverfahren zusätzlich schwächen.

Wenn ganz Europa auf Öl und Gas aus Russland verzichten wolle, zählten Gegenargumente nicht viel. Mit der Weltpolitik ist es wie mit der Kunstbiennale: Mikkel Nils Andersen Sara wirkt nicht so, als wollte er sich davon groß beeindrucken lassen.

Die Subventionen für Rentierhalter, von den Lobbyisten erstritten, kommen selbstredend auch ihm gelegen. Aber zum leidenschaftlichen Jammern ist er zu stolz. Sein ganzes Leben lang hat er Rentiere gehütet, so wie seine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern vor ihm.

Heute machen ihm der Diabetes und die Folgen eines Herzinfarkts zu schaffen; die Zigaretten hat er gegen einen Verdampfer eingetauscht. Auf dem Papier hat er seinen Betrieb schon seinem Sohn übertragen. Der aber will erstmal Polizist werden; die Töchter haben Jura und Biologie studiert.

Man kann das Kann man Birken klein halten? ein paar Tagen in der Finnmark verstehen: Schnell stellt sich in der majestätischen Weite dieser Landschaft ein erhebendes Gefühl von Freiheit ein, das Scooterfahren kitzelt angenehm das Tempo- und Beschleunigungsempfinden. Seit Neuestem gibt es an der samischen Hochschule sogar einen Bachelorstudiengang in Rentierhaltung.

Andersen Sara ist trotzdem skeptisch, was den Generationswechsel angeht. Die samische Bevölkerung kommt auf etwa 15 Prozent weniger als der Durchschnitt in Norwegen. Es betrifft auch den Komfort. Andersen Sara hat ein Haus mit Strom und fließendem Wasser in der größten samischen Siedlung des Landes, die auf Norwegisch Kautokeino und auf Samisch Guovdageaidnu heißt. Das hört sich vor dem Besuch bei ihm auf der Winterweide erstaunlicher an als vorher.

Eine Stunde dauert die Autofahrt von Kautokeino bis zum vereinbarten Treffpunkt vor einer eingeschneiten Kapelle am Straßenrand; von dort bis zur Herde ist es eine weitere Stunde mit dem Scooter. Hart gefedert, im eisigen Wind, über Stock und Stein. Das macht am Anfang Spaß, wird bald aber doch zur Strapaze, selbst ohne Sturm, Nebel oder Schneetreiben.

Im Winter, also sieben bis acht Monate im Jahr, ist Andersen Saras Hauptwohnsitz deshalb eine Kate mit Gaskocher, Holzofen und Plumpsklo auf einer Felskuppe im arktischen Nirgendwo. Am Wochenende kommt Solveig nach Fielbmajohka, die Frau des Rentierhirten. Werktags arbeitet sie in Kautokeino. Dann ist er allein hier draußen. Wo Besucher aus dem Süden nur eine endlose Abfolge von Eis, Schnee und Felsen sehen, liest er wie in einem unterhaltsamen Buch.

Verwischte Spuren an einem der unzähligen Seen verraten ihm, Kann man Birken klein halten? und wie lange die Herde dort zuletzt gegrast hat. Kann man Birken klein halten? es wirklich seine Tiere sind und nicht die eines anderen Hirten, erkennt er mit einem Blick durchs Fernglas an den Markierungen, die seit jeher mit dem Messer Kann man Birken klein halten?

Kann man Birken klein halten?

die Ohren der Tiere geschnitten werden. Hinter der Kate schlachtet er ab und zu ein Ren für den Eigenbedarf. Und wenn er Feuerholz braucht, weiß er genau, auf welcher namenlosen Anhöhe die Birken gerade groß genug zum Fällen sind. Oft hüten die Samen ihre Herden in kleinen Gruppen. Dann stehen auch ihre Holzhäuser in Gruppen beieinander. Andersen Sara dagegen hat seine Kate 15 Kilometer weg vom nächsten Nachbarn gebaut. Dass ein paar Jahre später entfernte Verwandte ihre Häuser in Sichtweite seiner Kuppe gezimmert haben, will ihm bis heute nicht so recht gefallen.

Anfangs gab es Streit darüber, wer auf welche Weide Anspruch hat.

Dümmer

Auf Dauer ist Blut vielleicht doch dicker als Wasser. Von praktischer Gelehrsamkeit umso mehr. Wenn sich das Zufüttern nun einmal nicht mehr vermeiden lasse, sagt er, dann müsse man es eben so klug wie möglich anstellen. Wer die Säcke erst auf die Weide fährt, wenn die Tiere schon halb verhungert sind, kommt zu spät. Andersen Sara hat seine Herde schon vor Jahren daran gewöhnt. Rundherum schütteln manche darüber bis heute den Kopf.

Er kenne seine Herde zu gut, versichert er, um sich davon beirren zu lassen. Dazu kommt bei Mikkel Nils Andersen Sara ein bemerkenswerter Geschäftssinn. Einen Rentierhalter nach der Größe seiner Herde zu fragen, heißt es in der Finnmark, wäre so unhöflich wie die Frage nach seinem Kontostand.

Kann man Birken klein halten? geläufige Rechnung ist, dass rund 600 Tiere nötig sind, um eine Familie zu ernähren. Andersen Sara hat sich daneben ein zweites Standbein aufgebaut. Am Rand von Hammerfest, wo die Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg zum Nordkap anlegen, betreibt er mit seiner Frau ein Restaurant.

Im Sommer ist es von dort nicht weit bis zur Herde, im Winter nehmen sie den Weg nur für größere Gruppen auf sich. Die Gäste sitzen dann in einer Erdhütte am offenen Feuer auf Rentierfellen. Zweimal ist die Sommersaison wegen der Corona-Regeln mehr oder weniger ausgefallen. Dieses Jahr sieht es besser aus. Wie steht es also wirklich um die Rentierwirtschaft am Polarkreis? Mikkel Nils Andersen Sara ist ein ernster Mann. Umso lustiger, wenn er ab und zu seinen trockenen Humor aufblitzen lässt.

Die Natur am Polarkreis ist rau — und die Geschäfte liefen schon mal besser. Nun bedroht die Klimakrise seine Existenz.

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